Die Gründungsversammlung fand am 08.08.1970 unter dem designierten Obmann Dipl.-Ing. Karl Tschütscher statt. Mit der Erstellung des Sportstadions „Mösle“ konnte der Bau von 4 Tennisplätzen in die Gesamtanlage erreicht werden. Der Spielbetrieb wurde am 24.04.1971 aufgenommen, in der Stadiontribüne konnten zwei Umkleidekabinen mit Duschen bezogen werden.

Gründungsmitglieder des TC Götzis

stehend von links nach rechts: Schmid Armin, Berchtold Aldo, Xander Gottfried, Dipl.-Ing. Ender Norbert, Helmut Mayer, Dipl.-Vw. Arthur Schneider, Walter Tschegg

sitzend von links nach rechts: Dipl.-Ing. Karl Tschütscher, Otto Schwab

Bereits das erste Vereinsjahr brachte einen regen Spielbetrieb und die Zahl der Neuanmeldungen veranlasste den Vorstand, die Errichtung eines weiteren Doppelspielplatzes zu beschließen. Die Finanzierung erfolge diesmal ausschließlich durch den Verein. Ing. Tschütscher war nur zwei Jahre Präsident, ihm folgte in den Jahren 1973 und 1974 Otto Schwab.

Im Herbst 1975 wurde Dipl.-Vw. Arthur Schneider zum neuen Obmann gewählt. Er hat sein Amt mit dem Ziel angetreten, das Clubhaus in die Wege zu leiten. Im Jahre 1975 wurde um die Baubewilligung auf der vorgesehenen Grundparzelle angesucht. Gut Ding braucht Weile und so vergingen 3 Jahre bis wir im Frühjahr 1978 endgültig die Baubewilligung erhielten. Dafür wurde eines der schönsten Clubhäuser des Landes mit einem Kostenaufwand von ATS 1,4 Millionen errichtet, auf das wir noch heute alle stolz sind. Die Eigenmittel und ein ansehnliches Baudarlehen wurden zur Finanzierung vom Club zur Verfügung gestellt.

Der Rohbau wurde im November 1978 fertiggestellt und zu Saisonbeginn 1979 konnte das harmonisch in die Landschaft situierte Gebäude bezogen werden. Die Tennisanlage „Mösle“ hat sich in seiner Gesamtkonzeption sowohl für seine Mitglieder als auch für Turnierveranstaltungen bestens bewährt, so dass bereits vier Vorarlberger Tennis Landesmeisterschaften stattgefunden haben.

Der TC Götzis ist in den zwei Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil der Götzner Sportvereine geworden. Im Jahre 1988 waren 290 Mitglieder gemeldet und zu Saisonbeginn 1990 waren beim TC Götzis bereits 414 Mitglieder registriert. Dies schuf natürlich auch Probleme und wir mussten zusehen, wie wir an die Grenze der Belastbarkeit unserer Plätze angelangt waren. Die medialen Übertragungen großer Tennisturniere in Fernsehen sowie die bedeutenden Erfolge österreichischer Tennisspieler bei Grand Slam Turnieren lösten einen neuen Tennisboom aus.
Der Vorstand war zwischenzeitlich nicht untätig und hat Vorstöße in Richtung neuer Tennisplätze bei der Gemeinde, beim Land und Tennisverband unternommen.

Durch den Projektanten Dipl.-Ing. Tschütscher wurden zwischenzeitlich die planerischen Vorbereitungen getroffen.

Was nun folgte grenzt im Entscheidungsbereich der kommunalen Verwaltung fast an ein Wunder und stellt allen daran Beteiligten Lob und Anerkennung aus.

Mit Schreiben vom 05. Oktober 1989 wurde vom Tennisclub das offizielle Ansuchen für den Bau neuer Tennisplätze an die gestellt.

Am 17.11.1989 kam es zu der Begehung vor Ort mit dem Sportausschuss der Gemeinde und den Obmännern der unmittelbar betroffenen Vereine.

Am 20.12.1989 wurden die Ansuchen um Investitionsförderung an Land und Gemeinde gestellt.

Zwischenzeitlich musste auch ein Gutachten des österreichischen Institutes für Schul- und Sportstättenbau in Wien eingeholt werden.

Mit dem Gemeindevertretungsbeschluss vom 22. Januar 1990 wurden dem Tennisclub Götzis die Baugenehmigung erteilt. In 4-monatiger Bauzeit wurden die Plätze 7 und 8 von einheimischen Firmen nach den neusten technischen Erkenntnissen im Tennisplatzbau errichtet.

So möchte sich der Tennisclub Götzis vor allem bei den Subventionsgebern, die Gemeinde Götzis mit ATS 400 000, dem Amt der Vorarlberger Landesregierung mit ATS 368 000 für die großzügige Unterstützung bedanken. Erwähnenswert ist aber auch die Investition seitens des Vereins von ATS 1 Million, die sicher gut angelegt ist, da noch mehr Leute von Götzis und Umgebung den schönen Tennissport ausüben können.

Auf der 25. Jahreshauptversammlung am 18.11.1995 gab Arthur Schneider sein Amt als Obmann nach 20 Jahren ab. Bei seinem Jahresbericht stellte er erfreulich fest, dass es zwischen TC und Tennis-Hallen-Gesellschaft nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einer echten Freundschaft und einer guten Zusammenarbeit gekommen ist. Als negativen Aspekt erwähnte er den Rückgang der Mitgliederzahl, die teilweise auf die Gründung der neuen Tennisvereine Mäder und Koblach zurückzuführen ist.

Neuer Obmann wird Dr. Walter Hörburger. Ab 1997 gibt es ein neues Konzept für die Wirtschaft, welches eine Führung in Eigenregie vorsieht, die die wirtschaftliche Situation verbessern soll.

Der Höhepunkt des Vereinsgeschehens 1998 war die Ausrichtung der Landesmeisterschaften. 230 Meldungen konnten verbucht werden. Zum ersten Mal wurde das Preisgeld in Vorarlberg für Damen und Herren gleich hoch angesetzt.

Von 2000 bis 2007 war Mag. Klaus Himmelreich Obmann des Tennisclub Götzis, bis er am 02.02.2007 bei der 36. Generalversammlung nach fast sieben Jahren wertvoller Arbeit für den Club von Helmut Scholler als Obmann abgelöst wurde.

In den darauffolgenden Jahren von 2007 bis 2011 übte Helmut Scholler die Funktion des Obmanns des TC Götzis aus. Seine Obmannschaft zeichnet sich vor allem durch seinen außergewöhnlichen Einsatz für den TC Götzis aus. Helmut hat zahlreiche Neuerungen eingeführt, wodurch der TC Götzis zu einer der modernsten und schönsten Anlage unseres Landes avanciert ist.

Zu seinen bedeutsamsten Errungenschaften zählt vor allen die Einführung einer clubeigenen Homepage und eines Online-Reservierungssystems, über welches nunmehr Tennisstunden über das Internet gebucht werden können und von einem Großteil der Mitglieder gut angenommen wird, sowie die Einführung eines Folders mit allen wichtigen Daten und Terminen zum Verein, welcher sogar seitens des VTV als Vorzeigebeispiel positiv gewürdigt wurde.

Legendär war sein Einsatz im Sponsoringbereich. Durch die Schnürung von attraktiven Sponsoringpaketen und viel persönlichem Einsatz konnte er viele neue Sponsoren gewinnen und hat dadurch für den TC Götzis wichtige Mittel lukriert, ohne die Vieles nicht möglich gewesen wäre

Insbesondere konnte Helmut dadurch ein weiterer großer Meilenstein für den TC Götzis legen, nämlich die umfassende Sanierung und den Umbau des Clubhauses im Jahre 2008. Zusammen mit der Einführung eines Damen- und Herrenabends erlebte das gesellschaftliche Vereinsleben dadurch einen erheblichen Aufschwung.

Aber auch in sportlicher Hinsicht war das Jahr 2008 herausragend. Erstmals nach zehn Jahren wurde wieder die Landesmeisterschaft Allgemeine Klasse auf der Anlage des TC Götzis ausgetragen, wodurch der TC Götzis in den Mittelpunkt des Vorarlberger Tennisgeschehens rückte.

2009 wurde der Kauf der Tennishalle Götzis diskutiert, für welchen Helmut Scholler ein tragfähiges Konzept ausgearbeitet hatte und auch ein positives Abstimmungsergebnis bei den Mitgliedern erreichen konnte. Schlußendlich wurde die Tennishalle dann vom VTV übernommen, was für alle Beteiligten eine akzeptable Lösung darstellte.

2010 organisierte Obmann Helmut Scholler die Feierlichkeiten zum Jubiläum „40 Jahre TC Götzis“, das über 3 Tage lang mit einem Kummenberg-Einladungsturnier, Galaabend und Party gefeiert wurde.

Ende 2011 konnte Helmut Scholler einen großartigen Club mit der beachtlichen Mitgliederzahl von 200 an seine Nachfolgerin Christine Wiesenegger übergeben.

01.05.2018